Einrichtung der 50er:
Kommoden & Schränke:
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Frisierkommode
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50er Jahre Stil
Holzmöbel
Holz
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Der klassische Wohnzimmerschrank aus den 50er Jahren:
Nach dem Krieg wurden erstmals alte Möbelkonzepte weitergebaut,
jedoch wurde aufgrund der Rohstoffknappheit, des Geldmangels usw.
auf jeden Zierrat verzichtet. Zu Beginn der 50er Jahre wurde dieser
Entwurf populär:
Hergestellt von vielen, kleinen Möbelherstellern aus günstigen
Schichtholzplatten mit dunklen Furnieren wie Nussbaum oder Makore
und hellen Furnieren wie Ahorn- oder Birkenholz versehen. Die gesperrten,
geschichteten Holzplatten ließen sich unter Dampf in runde Formen biegen,
so dass ein ebenso hochwertiges Erscheinungsbild wie die bekannten,
schweren, massiven Schränke der 30er Jahre erreicht werden konnte.
Das schillernde, flammenzüngelnd erscheinende, helle Ahornfurnier wurde
meist mit einer dicken Schicht Lack überzogen. Randlich wurde dieser Lack
meist kontinuierlich bräunlicher oder gräulicher, so das ein "Sunburst"-
Effekt entsteht. Schwungvoll geformte Beschläge und Klavierbänder
aus Messing sowie goldene Fassbandmalerei an Holzkanten und auf Glas-
scheiben sind der einzige Zierrat dieser Schränke.
Hergestellt wurde diese gute Stück 1955 aus Riegelahorn- und
Macore-Furnier von "Gustav Höcker, Möbelwerkstätte, Herford"
wie der rückseitige Aufkleber verrät. Typisch für diese Wohnzimmer-
schränke ist ihre geringe Schrankhöhe (h: 160 b: 200 t: 62 cm)
und die Basis aus filigranen Beinen, die so wackelig erscheint und
doch so standfest ist.

Hinter der linken Tür befindet sich der Blusen-/Hemdenschrank mit
einem Ablagefach. Hinter der rechten Tür, die sich ebenfalls auf der
gesamten Schrankhöhe öffnet, ist eine Kleiderstange.
Der mittig angeordnete Vitrinenteil hat mit einem goldenen Fassband
verzierte Glasschiebetüren. Der Innenraum ist mit zwei Glasböden
unterteilt. Die Rückwand ist gepolstert mit einem schwarz-glänzenden
Vinylbezug, dessen rautenförmiges, goldenes Muster durch eingeschlagene
Polsternägel verstärkt wird.
Unterhalb der Vitrine ist eine große Schublade, die in zwei Fächer unterteilt
ist. Darunter befindet sich ein kleiner, abschließbarer Schrankraum mit einer
doppelflügeligen Tür, der einen Fachboden hat.
Im Übrigen sind die meisten Schränke dieser Breite schon mit den
modernen, auseinandernehmbaren Schranksystemverschlüssen versehen.

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